Get in Touch

Über uns

Unsere Kernbotschaften

Grundsätze und Ziele

Im Hildegardis-Verein wollen wir Frauen in ihrer persönlichen Entwicklung fördern, auf ihrem Weg durch das Studium und ins Arbeitsleben begleiten und sie darin unterstützen, Erwerbs- und Sorgetätigkeit zu vereinen. Dabei setzen wir keine Altersbeschränkungen, denn wir verstehen Lernen als lebenslangen Prozess und verbinden diese individuelle Förderung mit politischer Einflussnahme.

Wir wollen die individuelle Situation von Frauen verbessern und gleichzeitig die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Frauen in Deutschland auch strukturell gleiche Chancen haben.

Wir zielen in unserer Arbeit auf Verbesserungen in ausgewählten Handlungsfeldern:

  • formale Qualifizierung und Förderung von Bildungsabschlussphasen
  • strategische Qualifizierung und Aufbau von Netzwerken
    persönliche Ermutigung und individuelle Förderung
  • Begleitung in Entscheidungs- und Umbruchsphasen
  • Vereinbarkeit von Qualifizierungsvorhaben, Familie, Erwerbsarbeit und Ehrenamt
  • Erlangen von Aufstiegskompetenz
Unsere Entwicklung

Historie

Der Hildegardis-Verein von der Gründung bis heute.

Unser Verein ist der älteste Verein zur Förderung von Frauenstudien in Deutschland. Er wurde im Jahr 1907 von Maria Schmitz und weiteren engagierten Katholikinnen gegründet – also ein Jahr vor der Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium in Preußen (1908).

Bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten organisierte sich der Hildegardis-Verein in einzelnen Ortsverbänden, in denen die Mitgliedsfrauen ideenreich um finanzielle Unterstützung für katholische Studentinnen warben. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war der größte Teil der Ortsvereine zerstört, sodass die Neuorganisation des Hildegardis-Vereins bundesweit erfolgte.

In den 1950er und 1960er Jahren engagierte sich der Hildegardis-Verein mit seinem Vermögen beim Bau zahlreicher Studentinnenwohnheime, darüber hinaus blieb die Unterstützung durch Studiendarlehen immer eine Hauptaufgabe.
Inzwischen fördert und begleitet unser Verein Frauen in vielfältiger Weise bei ihren akademischen Studien an deutschen und ausländischen Universitäten oder in ihrer berufsqualifizierenden Aus- und Weiterbildung, sowohl durch Darlehen als auch durch Mentoring-Angebote – etwa für mehr weibliche Führungskräfte in der Kirche -, durch Netzwerk-Treffen und Inklusions-Projekte mit Studentinnen und Akademikerinnen mit Behinderung.

Neben der formalen Qualifizierung nimmt die Ermutigung von Frauen, das „Erreichte“ auch anzuwenden und eine Begleitung dabei, dieses im Alltag umzusetzen, einen zunehmend größeren Arbeitsschwerpunkt ein.

Maria Schmitz

Gründerin des Hildegardis-Vereins ist Maria Schmitz (*1885-1962). Selbst eine der ersten weiblichen Studierenden an ihrer Universität in Münster, engagierte sich die aus einer wohlhabenden bürgerlichen Familie stammende Aachener Lehrerin und Zentrums-Politikerin zunächst im Verein katholischer deutscher Lehrerinnen (VkdL), für den sie u.a. als Schriftführerin der Verbandszeitschrift „Katholische Frauenbildung“ fungierte. 1919/20 gehörte sie als Abgeordnete der Zentrumspartei der verfassungsgebenden Weimarer Nationalversammlung an. Schon während ihrer Studienzeit in Münster (1900-1902) verfolgte Maria Schmitz den Gedanken, einen Verein zur finanziellen Förderung speziell katholischer Studentinnen ins Leben zurufen. Unterstützt von Pauline Herber, Albertine Badenberg, Hedwig Dransfeld, und Minna Bachem-Sieger gelang ihr dies bereits 1907: Am 17. Mai dieses Jahres fand in Köln die Gründungsversammlung des Hildegardis-Vereins statt. Die konstituierende Sitzung des Hildegardis-Vereins, zugleich die erste Generalversammlung, fand am 30. Dezember 1907 im Ursulinenkloster in Frankfurt am Main statt. Maria Schmitz war von 1907-1921 und 1941-1947 Vorsitzende des Hildegardis-Vereins. Von 1920-1945 lebte sie in Berlin. Sie starb in Essen, wo sie nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschäftsstelle des VkdL aufgebaut hatte.

"Der Hildegardis-Verein ist eigentlich so recht mein Kind."
Maria Schmitz, 1946

Namenspatronin des Hildegardis-Vereins ist eine der ersten umfassend gebildeten Geistes- und Naturforscherinnen Deutschlands: die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179). Ihre Visionen und ihre naturwissenschaftlichen Studien hat Hildegard in provozierenden Büchern und Briefen an Könige und Päpste, Bischöfe, Ordensleute und Laien festgehalten. Aus der Klausur ihres Klosters und auf ausgedehnten Reisen hat Hildegard Unruhe und Bewegung in ihre Kirche und Gesellschaft hineingetragen. Ihr Rat wurde gesucht, nicht immer befolgt und nicht selten gefürchtet. Ihr Mut, ihre Veränderungsbereitschaft, ihre Urteilskraft, ihre Liebe zu Mensch und Natur und ihr Verständnis verantwortungsvoller Schöpfungspartnerschaft sind stilbildend und vorbildlich für uns im Hildegardis-Verein.
Unsere Namenspatronin

Hildegard von Bingen

Nach oben scrollen